Führerschein nicht bestanden - Was passiert nun?
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Führerschein nicht bestanden

MPU

Bei mehreren Fehlschlägen ist der Idiotentest (MPU) fällig. ©Fotolia.com/animaflora

Um eine behördliche Fahrberechtigung zu erlangen, müssen angehende Verkehrsteilnehmer einen theoretischen und einen praktischen Eignungstest absolvieren, sobald sie sich sicher fühlen oder die Pflichtstunden erfüllt haben. Bei Nichtbestehen einer Führerscheinprüfung, zum Beispiel durch das Verfehlen der geforderten Mindestpunktzahl oder durch Fahrfehler, hat jeder zwar noch weitere Versuche zur Verfügung. Dennoch kann nach mehreren Fehlschlägen eine zeitliche Sperre auferlegt werden, bevor der Fahrlehrling wieder eine Anmeldung zur nächsten Überprüfung des Wissens und der fahrerischen Fertigkeiten beantragen kann.

Wie viele Fehlerpunkte sind zulässig?

Für den Ersterwerb des Führerscheins sind bei nahezu allen Klassen insgesamt maximal zehn Fehlerpunkte erlaubt. Ab 11 Fehlern ist der theoretische Führerscheintest nicht bestanden. Diese Zahl kann jedoch in Einzelfällen variieren. Beim Ersterwerb eines Mofa-Führerscheins etwa sind nur sieben Fehlerpunkte zulässig. Daneben sind bei Erweiterungen bestehender Führerscheinklassen, zum Beispiel von A auf A1, zwar kürzere Antwortbögen nötig. Die Formulare lassen dann aber auch nur höchstens 6 Fehlerpunkte zu.

Desweiteren ist zu beachten, dass Fragen mit einem Wert von 5 Punkten höchstens ein einziges Mal falsch beantwortet werden dürfen. Werden zwei solcher Fragen falsch angekreuzt, ist man durchgefallen. Die Fragen auf einem Antwortbogen haben im Normalfall eine Wertigkeit zwischen 2 und 5 Punkten. Demnach hat eine solche Testfrage eine hohe Bedeutung.

Wenn man die Prüfung nicht besteht

Es kann immer wieder einmal passieren, dass man eine Fahrprüfung nicht besteht. Die Gründe hierfür sind vielfältig und unterscheiden sich in vielen Fällen nicht unbedingt von den Gründen, aus denen man auch durch andere Eignungsprüfungen fällt. So können zum Beispiel generelle Prüfungsangst oder Unkonzentriertheit mögliche Faktoren darstellen. Manchmal ist es aber auch einfach nicht der Tag des Prüflings, so dass man unnötige Flüchtigkeits-, Vorfahrt- oder Einparkfehler macht und den Test nicht besteht.

Wer einen Kfz-Führerschein macht und hier durchgefallen ist, der muss mindestens zwei Wochen warten, ehe er wieder eine erneute Prüfung absolvieren darf. Zwar kann der Fahrschüler in Bezug auf die Wartezeit einen Antrag auf eine Ausnahmeregelung stellen, jedoch wird diesem nur selten stattgegeben. Außerdem ist zu beachten, dass die Prüfungsgebühren beim wiederholten Male erneut anfallen. Dem Schüler ist es in der Zwischenzeit allerdings selbst überlassen, ob er weitere Fahrstunden nehmen möchte, um so mehr Sicherheit im Verkehr zu erlangen.

Sollte ein Prüfling gleich dreimal durchfallen, so gibt es eine Sperrfrist von drei Monaten. Erst nach dem Ablauf dieser Zwangspause darf ein erneuter Versuch unternommen werden.

Wer gar sechsmal durchfällt, bei dem wird seitens der Führerscheinbehörde überprüft, ob er überhaupt zur Teilnahme am Straßenverkehr geeignet ist. Die Folge hierbei ist die MPU, die Medizinisch-Psychologische Untersuchung. Umgangssprachlich wird diese Analyse von vielen auch Idiotentest genannt. Nur wenn hierbei festgestellt wird, dass bei dem Fahrschüler aus psychologischer Sicht alles in Ordnung ist, darf er weiterhin versuchen die Führerscheinprüfung zu bestehen.

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