Wie viele Pflichtstunden braucht man beim Führerschein?
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Pflichtstunden beim Führerschein

Führerschein übergeben

Zulassungsgrundlagen für die Prüfung. ©Fotolia.com/Jürgen Fälchle

Der Führerschein ist ein sehr wichtiges Dokument. Denn ohne ihn ist man nicht befugt, ein Fahrzeug im öffentlichen Straßenverkehr zu führen. Für die unterschiedlichen Fahrzeugarten gibt es verschiedene Führerscheinklassen. Je nach Führerscheinklasse ist immer eine bestimmte Anzahl an Pflichtstunden für Theorie und Praxis notwendig, um die Prüfung ablegen zu können. Diese Unterrichtsstunden sind natürlich auch grundlegend wichtig, um den späteren Test für den Erhalt des Fahrausweises zu bestehen.

Wie bereits erwähnt, gibt es immer eine Mindestanzahl an Stunden, die nötig sind, um für eine Prüfung zugelassen zu werden. Das gilt für sämtliche Führerscheintypen, wie zum Beispiel für Autos, Motorräder oder Lastkraftwagen. Wie viele Stunden für die einzelnen Führerscheinklassen erforderlich sind, ist auch von den bereits vorhandenen Scheinen abhängig und kann gegebenenfalls verkürzt werden.

Wie viele Stunden sind Pflicht?

Es gibt eine feste Anzahl an Stunden, die einem als Führerscheinanwärter gesetzlich vorgeschrieben ist. So müssen Anwärter vor dem Erwerb eines Führerscheins mindestens die geforderten Theorie- und Praxisstunden absolviert haben. Dazu gehören natürlich auch Sonderfahrten wie zum Beispiel die Überlandfahrt, Nachtfahrt oder Autobahnfahrt. Das Minimum an Stunden darf per Gesetz nicht unterschritten werden. Die Menge der Stunden kann sich allerdings verringern, wenn man bereits im Besitz der Fahrerlaubnis einer anderen Klasse ist. Wer bereits Erfahrung in anderen Bereichen hat, der benötigt dann weniger Übungsstunden, um die Prüfung für den Führerschein einer anderen Klasse ablegen zu dürfen.

Für das praktische Fahren ist die folgende Stundenanzahl (eine Unterrichtsstunde hat eine Dauer von 45 Minuten) notwendig:

  • Pkw (B): Grundfahrstunden, 5x Überland, 4x Autobahn, 3x Nacht
  • Pkw mit Anhänger (BE): 3x Überland, 1x Autobahn, 1x Nacht
  • Motorrad (A1, A2, A): Grundfahrstunden, 5x Überland, 4x Autobahn, 3x Nacht
  • Lkw (C, C1, C1E, CE): 3-5x Überland, 1-2x Autobahn, 1-3x Nacht
  • Zugmaschinen (L und T): Keine Pflichtstunden erforderlich
  • Bus (D1, D1E, D, DE): Pflichtfahrstunden abhängig von vorhandenen Fahrberechtigungen

Die praktische Prüfung ist hierbei natürlich nicht alles, worauf man seinen Fokus legen sollte. Denn die theoretische Prüfung ist ebenfalls ein wichtiger Teil des Führerscheins, der in allen Klassen zum Tragen kommt und stets vor der praktischen Prüfung abgelegt werden muss. Das Mindestmaß der theoretischen Unterrichtsstunden (die Dauer einer Unterrichtsstunde liegt hier bei 1,5 Stunden) muss in den jeweiligen Führerscheinklassen im folgenden Umfang erfüllt werden:

  • Pkw (B und BE): 12x Grundstoff, 2x Zusatzstoff
  • Motorrad (A1, A2, A): 12x Grundstoff, 2x Zusatzstoff
  • Lkw (C, C1, C1E, CE): 6x Grundstoff, 6-10x Zusatzstoff
  • Zugmaschinen (L und T): 12x Grundstoff, 2-6x Zusatzstoff
  • Bus (D1, D1E, D, DE): 6x Grundstoff, 4-18x Zusatzstoff

Welche Sonderfahrten gibt es?

Wie bereits erwähnt, zählen auch Sonderfahrten zum Führerschein dazu. Insgesamt muss eine bestimmte Anzahl dieser Sonderfahrten absolviert werden. Bei Bestimmung der Sonderfahrten handelt es sich nicht um eine willkürliche Festlegung der Fahrschulen, die sich nach den Qualitäten des Schülers richtet, sondern um gesetzliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen.

Bei Überlandfahrten handelt es sich um außerörtliche Touren über Landstraßen. Anders als bei innerörtlichen Stadtfahrten kann sich der Fahrschüler hier an höhere Geschwindigkeiten mit dem Fahrzeug gewöhnen.

Im Rahmen der Ausbildung sind dann noch Autobahnfahrten unvermeidbar. Hier lernen die Schüler den Autobahnverkehr zu bewältigen und die dortigen Verhaltensregeln umzusetzen.

Die Nachtfahrten müssen von dem Fahrlehrer so organisiert werden, dass die Fahrt bei Dämmerung oder Dunkelheit stattfindet. So kann unter anderem festgestellt werden, ob der Fahrschüler eine leichte, nächtliche Sehschwäche oder sogar völlig nachtblind ist.

Preise für Fahrstunden und Sonderformen

Die Kosten, die für einen Schüler pro Fahrstunde anfallen, sind nicht allgemeingültig oder durch eine Gebührenordnung festgelegt. Die Fahrschulen können hier variieren und ihre eigene Preispolitik gestalten. Der Preis pro Fahrstunde kann in den Bundesländern sehr starken Schwankungen unterliegen. Meistens liegen die Preise jedoch zwischen etwa 35,- bis 45,- Euro pro Fahrstunde. Man sollte sich allerdings im Klaren darüber sein, dass die Sonderfahrten immer ein wenig teurer sind als die herkömmlichen Fahrstunden.

In Bezug auf die Kosten für einen Führerschein ist dies aber noch nicht alles. So müssen natürlich auch noch Prüfungsgebühren mit in die Rechnung aufgenommen werden. Pro Teilnahme liegen die Ausgaben für die Theorie-Prüfung bei ungefähr 20,- Euro. Für die praktische Führerscheinprüfung hängen die Abgaben von der Fahrzeugklasse ab und liegen zwischen etwa 75,- und 140,- Euro.

Wer nicht übermäßig lange für den Führerschein benötigt und sich in einem zeitlich durchschnittlichen Rahmen bewegt, muss beispielsweise für den Autoführerschein der Klasse B mit einem gesamten Kostenfaktor zwischen 1.500,- und 2.000,- Euro rechnen.

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