FahrzeugkaufÜberweisung der Leasingrate
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Sie möchten sich eine neues Auto kaufen? Sie wissen aber noch nicht genau, ob ein Kauf oder Leasingvertrag mehr Sinn macht? Wir zeigen Ihnen anhand eines Beispiel, welche Mehrkosten beim Leasing auf Sie zukommen. Sie können dann entscheiden, ob diese Differenz für Sie annehmbar ist. Außerdem stellen wir Ihnen mögliche Alternativen zum Kauf und Leasing vor, wenn für Sie auch ein Gebrauchtwagen eine Option ist.

Wie genau funktioniert das Autoleasing?

Eine Definition von Kfz-Leasing: Leasing ist die Nutzungsüberlassung eines Fahrzeuges gegen Zahlung von monatlichen Raten. Der Vertrag wird zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer geschlossen. Das Auto bleibt Eigentum des Leasinggebers, während der Leasingnehmer als Besitzer auftritt. Leasing gilt als Alternative zum Autokauf und ist die sinnvolle Verteilung der finanziellen Belastung.

Nach Beendigung der Laufzeit kann das Auto zurückgegeben werden oder der Leasingnehmer behält das Auto, nimmt die Kaufoption in Anspruch und zahlt für den Restwert eine Schlussrate. Begeisterte Autofahrer geben das Auto gern zurück und leasen im Anschluss ein modernes, trendiges Fahrzeug mit einem neuen Leasingvertrag. Leasing ist für Gewerbe und Privatpersonen gleichermaßen rentabel.

Vergleich zwischen Leasing und Kauf

Wer das Geld bar zur Verfügung hat, kann problemlos jedes Auto kaufen. Eine Barzahlung ermöglicht grundsätzlich Rabattgewährung beim Autokauf, sodass der Käufer mit wesentlichen Vorteilen rechnen kann. Wenn allerdings ein Kredit aufgenommen werden muss, ist die Leasingübernahme empfehlenswert. Der Kredit muss mit Raten abgezahlt werden, die in der Regel höher als Leasingraten sind.

Welche Variante ist für Sie sinnvoller? In unserem Beispiel handelt es sich um einen Volkswagen Passat Variant. Der Anschaffungswert beträgt 33.035,- Euro. Das Fahrzeug wird ausschließlich privat genutzt. Die Laufzeit des Leasingvertrages bezieht sich auf 48 Monate. Die monatliche Leasingrate beträgt 248,19 Euro. Die Anzahlung beträgt 8.258,75 Euro. Wenn es möglich ist, sollte eine Anzahlung geleistet werden. Die monatlichen Raten sind entsprechend niedriger, ebenso wie die Schlussrate.

Möchte der Leasingnehmer am Laufzeitende noch von der Kaufoption Gebrauch machen, werden zusätzlich 14.423,08 Euro fällig. Der Leasingnehmer würde für ein Fahrzeug, das vollkommen in seinen Besitz übergeht, insgesamt also 34.594,95 Euro zahlen. Das sind 1.559,95 Euro mehr im Vergleich zu einem Barkauf.

BarkaufLeasing
Sofortzahlung 33.035,- €8.258,75 €
Monatsraten248,19 €
Schlussrate14.423,08 €
Gesamt33.035,- €34.594,95 €

Der Leasingnehmer hat aber auch das Recht, das Fahrzeug zurückzugeben. In diesem Fall hätte er für die vierjährige Fahrzeugnutzung insgesamt 20.171,87 Euro bezahlt. Die Leasingübernahme ermöglicht eine deutlich kürzere Laufzeit, daher kommen weniger Leasingraten zur Anrechnung. Da eine Anzahlung oft ebenfalls nicht fällig wird, ist das eine gern gesehene Alternative.

Leasingübernahme als günstige Alternative

Die Leasingübernahme bedeutet, dass ein laufender Leasingvertrag mit dem dazugehörigen Fahrzeug von einer anderen Person übernommen wird. Zwingende Umstände wie Arbeitslosigkeit, Umzug ins Ausland oder Ähnliches zwingen den vorherigen Leasingnehmer, den Vertrag abzugeben. Eine Leasingübernahme ermöglicht die Nutzung des Fahrzeuges für die Dauer der restlichen Vertragslaufzeit. Die Laufzeit ist für den neuen Besitzer erheblich kürzer, sodass für ihn eine Gewinnsituation entstehen kann.

Der vorherige und der neue Leasingnehmer müssen den bestehenden Konditionen und Bedingungen uneingeschränkt zustimmen. Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass der neue Leasingnehmer etwaige kleine Schäden am Auto übernimmt und nach Beendigung der Laufzeit für diese Mängel verantwortlich ist. Empfehlenswert ist es daher, vor der Leasingübernahme die Schäden zulasten des vorherigen Leasingnehmers beheben zu lassen. Die festgelegten Leasingraten werden ebenfalls in gleicher Höhe vom neuen Leasingnehmer akzeptiert. Die ausgehandelte jährliche Kilometervereinbarung muss der neue Leasingnehmer auch berücksichtigen, ebenso wie die bisher gefahrenen Kilometer.

Ist der Kauf von Leasingrückläufern sinnvoll?

Wenn Sie ein Auto gebraucht kaufen wollen, sind Leasingrückläufer optimal. Die Bedingungen des Leasingvertrages schreiben vor, dass die geleasten Fahrzeuge regelmäßig gewartet werden müssen. Grundsätzlich sind Leasingrückläufer daher in einem guten Zustand. Denn der vorherige Leasingnehmer ist bestrebt, ein mängelfreies Fahrzeug zurückzugeben, damit nicht unnötige Kosten für Schäden auf ihn zukommen. Hier kann man also durchaus ein Schnäppchen machen.

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