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Wenn Sie eine Kfz-Versicherung abschließen möchten, wissen Sie nicht immer sofort, wie Sie die Vertragsinhalte am besten gestalten sollten. Machen Sie alles richtig? Über welche Fragen sollten Sie sich Gedanken machen? Falsche Entscheidungen können Sorgen machen oder gar Geld kosten.

Aus diesen Gründen erklären wir Ihnen, wie Sie Ihre Kfz-Versicherung gestalten und die Kosten beeinflussen können. Mit diesen wertvollen Tipps und Tricks erfahren Sie, wie Sie einen guten Versicherungsschutz beantragen und jedes Jahr mehrere hundert Euro sparen können.

1. Verzicht auf nicht mehr benötigte Leistungen

Zu den Leistungen einer Kfz-Versicherung zählen zum Beispiel die Teilkasko und Vollkasko, aber auch der Schutzbrief und Rabattschutz. Sie können auf diese Leistungen verzichten, um Geld zu sparen. Aber nicht immer ist der Ausschluss sinnvoll.

Wann ist der Kaskoschutz sinnvoll?

Wertvolle Fahrzeuge sollten vorsichtshalber fast immer eine Teilkasko oder Vollkasko beinhalten. Auf die Vollkasko können Sie teilweise verzichten, wenn Ihr Fahrzeug nicht mehr ganz so neu und hochpreisig ist. Sind Sie zusätzlich noch ein guter, aufmerksamer Fahrer, dann ist der Verzicht auf die Vollkasko eventuell möglich.

Der Ausschluss der Teilkasko ist aber oft weniger sinnvoll, weil hierfür die Beiträge im Vergleich zu der Haftpflichtversicherung oder Vollkaskoversicherung nicht sehr hoch sind. Mit einer geringen Selbstbeteiligung in Höhe von 150,- Euro ist die Teilkaskoversicherung auch für ältere oder preiswerte Fahrzeuge noch bezahlbar.

Schutzbrief – ja oder nein?

Ob Sie einen Schutzbrief einschließen sollten, hängt weniger von dem Wert Ihres Fahrzeugs ab. Hierbei sollten Sie überlegen, wie oft und wie weit Sie von Ihrem Wohnort wegfahren. Und ob Sie bei einer Panne die Hilfe von einem Pannenservice brauchen. Je weiter Sie zum Beispiel von Ihrem Wohnort weg sind, desto schlechter können Ihnen Freunde im Pannenfall helfen. Dann wäre ein Schutzbrief natürlich hilfreich. Können Sie trotzdem auf den Schutzbrief verzichten, sparen Sie ungefähr 30,- Euro pro Jahr ein.

Ist der Rabattschutz überflüssig?

Auch der Verzicht auf einen Rabattschutz kann sinnvoll sein. Mit dem Rabattschutz behalten Sie nach einem Schaden Ihre aktuelle Schadenfreiheitsklasse und werden nicht zurückgestuft. Der Nachteil ist aber, dass diese Begünstigung nur bei Ihrer aktuellen Versicherung gilt. Wechseln Sie Ihre Kfz-Versicherung, wird der Rabattschutz nicht mehr berücksichtigt und die zurückgestufte Schadenfreiheitsklasse wird übergeben. Der Rabattschutz hat sich dann also nicht wirklich gelohnt, zumal Ihre neue Kfz-Versicherung selbst mit der schlechteren Schadenfreiheitsklasse günstiger sein kann. Sie sollten deshalb ernsthaft überlegen, ob Sie bereit sind, den Mehrbeitrag für den Rabattschutz zu bezahlen.

2. Anpassung der jährlichen Fahrleistung

Je seltener Sie mit Ihrem Wagen fahren, desto geringer ist das Risiko, dass Sie einen Unfall verursachen. Somit ist auch die Wahrscheinlichkeit niedriger, dass Ihre Kfz-Versicherung einen Schaden entschädigen muss. Die Beitragskalkulation orientiert sich dabei an jährliche Kilometergrenzen. Je niedriger also Ihre jährliche Fahrleistung ist, desto günstiger wird Ihr Versicherungsbeitrag. Die Staffelung kann jede Versicherung selbst festlegen. Oft ist die jährliche Fahrleistung jedoch folgendermaßen gestaffelt:

  • bis 3.000 km
  • 3.001 – 6.000 km
  • 6.001 – 9.000 km
  • 9.001 – 12.000 km
  • 12.001 – 15.000 km
  • 15.001 – 20.000 km
  • 20.001 – 25.000 km
  • 25.001 – 30.000 km
  • über 30.000 km

Unser Tipp: Als Versicherter sollten Sie prüfen, ob Sie nicht noch in eine günstigere Kilometerklasse passen. Der Trick dabei ist, dass Sie bei der Berechnung Ihrer Kfz-Versicherung zum Beispiel besser 9.000 km statt 10.000 km Fahrleistung im Jahr angeben. So fallen Sie möglicherweise noch in eine günstigere Beitragsklasse.

Sofern Sie in einem Jahr mehr Kilometer fahren als angegeben, passt Ihre Autoversicherung lediglich Ihren Beitrag für das vergangene Versicherungsjahr an. Es kann also zu einer Nachzahlung kommen. Zusätzliche Strafzahlungen oder ein Verlust des Versicherungsschutzes durch falsche Angaben drohen Ihnen aber nicht. Die Versicherung müsste außerdem selber auf Sie zukommen. Jedoch fragt nicht jeder Versicherungsanbieter Ihren Tachostand regelmäßig ab.

3. Erhöhung der Selbstbeteiligung

Eine Selbstbeteiligung in der Kfz-Versicherung bedeutet, dass Sie bei einem Teil- oder Vollkaskoschaden den vereinbarten Eigenanteil selber tragen müssen. Alle weiteren Reparaturgebühren, die darüber hinausgehen und versichert sind, übernimmt die Kfz-Versicherung. Je größer die Selbstbeteiligung ist, desto günstiger ist der zu zahlende Preis.

Prinzipiell sind Versicherungstarife ohne Selbstbeteiligung wesentlich teurer. Ein nützlicher Tipp ist deshalb, mindestens einen Eigenanteil in Höhe von 150,- Euro pro Versicherungsfall zu vereinbaren. Viele Autofahrer nehmen zum Beispiel eine Selbstbeteiligung von 300,- Euro in der Vollkasko und 150,- Euro in der Teilkasko. Das kann sich schon lohnen. Sofern Sie besonders rücksichtsvoll und wenig fahren, können Sie sogar über eine höhere Rate nachdenken. Dadurch sparen Sie noch ein bisschen mehr Geld.

4. Sicherer nächtlicher Abstellplatz

Wenn Sie im Normalfall Ihr versichertes Kraftfahrzeug an Ihrem Wohnort über Nacht sicher unterbringen, reduzieren Sie Ihre Versicherungskosten. Tipp: Je sicherer Sie Ihr Verkehrsmittel unterstellen, desto eher bekommen Sie einen hohen Rabatt. Sie erhalten oft eine Vergünstigung, wenn Sie Ihr Auto zum Beispiel nicht auf einer öffentlichen Straße, sondern in einem der folgenden Stellplätze abstellen:

  • Garage
  • Carport
  • Umfriedetes Grundstück
  • Parkhaus
  • Privater Parkplatz

5. Verzicht auf freie Werkstattwahl

Mit einer freien Werkstattwahl können Sie nach einem Kaskoschaden frei entscheiden, in welcher Kfz-Werkstatt Sie die Reparatur durchführen lassen möchten. Bei einem Verzicht auf dieses Wahlrecht sparen Sie Versicherungsbeiträge. Sie können bei einer solchen Werkstattbindung bis zu 20 Prozent Beitrag sparen. Die notwendige Reparatur wird dann einfach von einer Partnerwerkstatt der Versicherung durchgeführt. Die Werkstatt muss sich in Ihrer Nähe befinden. Leistungseinbußen entstehen dadurch nicht.

6. Änderung der Zahlweise

Bei allen Kfz-Versicherungen dürfen Sie die Zahlweise beliebig festlegen und jederzeit umstellen, wenn Sie Geld sparen möchten. Die monatliche Beitragsabrechnung ist am teuersten. Mit der halb- und vierteljährlichen Zahlweise erhalten Sie meist einen Rabatt von 3 bis 5 Prozent. Den höchsten Preisnachlass von bis zu 10 Prozent haben Sie bei einer jährlichen Zahlweise.

7. Nutzung von Schadenfreiheitsklassen

Schließen Fahranfänger das erste Mal eine Kfz-Versicherung ab, werden sie grundsätzlich in die Schadenfreiheitsklasse 0 eingestuft. Unser Tipp für Fahranfänger: Mit einer exklusiven Sondereinstufung über die Eltern sind Einsparungen von bis zu 40 Prozent möglich. Wenn die Eltern nämlich mindestens eine Schadenfreiheitsklasse 1/2 besitzen, stufen viele Autoversicherungen die Kinder auch in die bessere Schadenfreiheitsklasse 1/2 ein. Liegen die Schadenfreiheitsklasse der Eltern höher, kann das Kind sogar noch einen höheren Rabatt bekommen.

Sie können ansonsten auch Ihre eigenen Schadenfreiheitsklassen oder den gesamten Schadenverlauf einer anderen Person übernehmen, um von einer günstigen Kfz-Versicherung zu profitieren. Die Übernahme von einer anderen Person ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn die andere Person ihren Schadenfreiheitsrabatt nicht mehr benötigt. Sie müsste in diesem Fall nämlich in Zukunft komplett darauf verzichten.Vor der Übernahme der Schadenfreiheitsklassen müssen Sie erklären, dass Sie in der Vergangenheit mit dem Fahrzeug der anderen Person gefahren sind und die Rabatte mit angesammelt haben. Zusätzlich müssen Sie eine Führerscheinkopie als Nachweis mit einreichen und ein verwandtschaftliches Verhältnis mit der Person haben.

Wenn Sie einen Zweitwagen besitzen, können Sie auch eine Zweitwageneinstufung prüfen. Abhängig von dem Versicherer bekommen Sie meist eine Schadenfreiheitsklasse 2 für das zweite Fahrzeug. Ein paar wenige Gesellschaften stufen Ihren Wagen sogar in dieselbe Schadenfreiheitsklasse wie Ihr Erstfahrzeug ein. Unser Tipp: Mit unserem Online-Vergleichsrechner können Sie alle Optionen berücksichtigen lassen und nach der automatischen Berechnung den daraus günstigsten Tarif für Ihren Zweitwagen auswählen:

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8. Sparen mit einem Versicherungswechsel

Nun zu unserem letzten und aussichtsreichsten Tipp: Mit einem Versicherungswechsel können Sie mehrere hundert Euro im Jahr einsparen. Über unseren Kfz-Versicherungsvergleich vergleichen Sie mit nur einer Berechnung eine Vielzahl von Anbietern. Dabei legen Sie am besten den Fokus auf die Preise und die angebotenen Tarifleistungen. In der Regel bietet jede Kfz-Versicherung bis zu drei Tarife an, so dass Sie als Kunde aus mehr als 300 Tarifen ein günstiges Angebot aussuchen und bei einem Vertragswechsel sparen können.

Die Höhe des Sparpotentials hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wie viel Geld Sie sparen, lässt sich pauschal nicht sagen. Nur eine konkrete Berechnung gibt darüber Aufschluss. Damit Sie Ihre mögliche Einsparung in etwa abschätzen können, soll Ihnen im ersten Schritt das folgende Beispiel weiterhelfen. Für die Berechnung einer Autoversicherung haben wir diese Merkmale berücksichtigt:

Pkw-Daten

  • Zulassungsbezirk Berlin
  • VW Golf 7 1.2 TSI BlueMotion Technology mit 85 PS (0603/BJD)
  • Ungefährer Neuwert: 16.000 Euro
  • Erstzulassung des Fahrzeugs am 01.07.2015
  • Hauptsächlich private Nutzung
  • Jährliche Fahrleistung: 9.000 Kilometer

Angaben zum Versicherungsnehmer

  • Arbeitnehmer
  • verheiratet
  • Wohnort in 10247 Berlin
  • Geburtsdatum: 01.05.1980
  • Führerscheinerwerb am 01.05.1998

Umfang vom Versicherungsschutz

  • Haftpflichtversicherung
  • Teilkasko mit 150 Euro Selbstbeteiligung
  • Vollkasko mit 300 Euro Selbstbeteiligung
  • Schadenfreiheitsklasse 12
  • Vorversicherung vorhanden

Eingeschlossene Rabatte

  • Abschließbare Einzelgarage
  • Barkauf des Autos
  • Mit Werkstattbindung
  • Jährliche Zahlung

Unter Eingabe dieser Kriterien im Vergleichsrechner wurden über 74 Tarife aufgelistet. Das Ergebnis lieferte als günstigstes Angebot den Tarif „Mein Tarif Basis mit Werkstattbindung“ von der DA Direkt für 455,39 Euro pro Jahr. Das teuerste Angebot war von der Rheinland Versicherung im Tarif „Plus mit Werkstattservice“ für 985,90 Euro jährlich. Ein Autofahrer würde also in diesem Beispiel 519,58 Euro pro Jahr für seine Kfz-Versicherung sparen. Wie viel Sie selber mit Ihrem Auto sparen würden, können Sie jetzt einfach online mit unserem Versicherungsrechner berechnen:

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