Motorrad anmelden - Was braucht man für die Zulassung?
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Motorrad anmelden

Für eine schnelle Zulassung ist die Planung wichtig.

Für eine schnelle Zulassung ist die richtige Planung wichtig. ©Fotolia.com/Oliver Sved

Die häufigsten Anmeldungen für Motorräder kommen bei der Kfz-Zulassungsstelle zu Beginn der Motorradsaison vor. Dennoch ist sie auch jederzeit ganzjährig zu den örtlichen Öffnungszeiten möglich. Um längere Wartezeiten und unnötige Wege zu vermeiden, ist es wichtig, vorab alle Zulassungsunterlagen beisammenzuhaben und die einzelnen Schritte sorgfältig zu planen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Nur durch die Vorlage der gesetzlich zwingend erforderlichen Papiere ist die Motorradzulassung umsetzbar. Die anmeldende Person muss als Voraussetzung für einen musterhaften Ablauf die folgenden Dokumente mitnehmen:

  • Zulassungsbescheinigung I (Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung II (Fahrzeugbrief)
  • Elektronische Versicherungsnummer (eVB-Nummer)
  • Personalausweis / Reisepass des Halters
  • Einverständniserklärung für den Lastschrifteinzug der Kfz-Steuer
  • Nachweis einer gültigen Hauptuntersuchung inklusive Abgasuntersuchung
  • COC-Papiere vom Hersteller bei einem EU-Import

Der Beleg über eine anerkannte Hauptuntersuchung kann entweder mit dem Originaldokument des Prüfdienstes oder durch einen Vermerk im Fahrzeugschein nachgewiesen werden.

Sollte ein Reisepass oder ein ausländischer Personalausweis älter als drei Monate sein, kann es sein, dass die Zulassungsbehörde die aktuellen Meldedaten obendrein abfragen muss. Hierfür können zusätzliche Gebühren von ungefähr 10,- Euro entstehen.

Bei der gewerblichen Zulassung auf eine Firma (juristische Person) ist zusätzlich ein Handelsregisterauszug und ein Gewerbeschein vorzulegen.

Der Besitz eines Führerscheins der Klassen A, A1 oder A2 ist nicht unbedingt notwendig. Die Anmeldung kann daher von jeder beliebigen Person vorgenommen werden.

Möchte man das Motorrad von einer dritten Person anmelden lassen, muss man dieser Person eine Vollmacht ausstellen, so dass sie für die Zulassung des Zweirads bevollmächtigt ist. Die Vollmacht muss den Namen des Fahrzeughalters und des Bevollmächtigten, sowie eine rechtsgültige Unterschrift des Vollmachtgebers enthalten.

Wie teuer ist die Anmeldung?

Die Kosten der Zulassungsstelle unterscheiden sich, je nachdem ob der Motorradfahrer das Kraftrad ummelden, saisonal, standardmäßig oder neu zulassen möchte:

  • Neuzulassung (Erstzulassung nach einem Neukauf) ca. 28,- Euro
  • Normale Anmeldung ca. 12,- Euro
  • Lokale Ummeldung mit Halterwechsel ca. 20,- Euro
  • Ortsfremde Ummeldung mit Halterwechsel ca. 30,- Euro
  • Ortsfremde Ummeldung ohne Halterwechsel ca. 18,- EUR
  • Saisonzulassung ca. 28,- EUR

Möchte man die Zulassung innerhalb eines Jahres auf einen bestimmten Zeitraum begrenzen (Saisonzulassung), muss die gewünschte Dauer mindestens zwei und maximal elf Monate umfassen.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass eventuelle Steuerschulden zuerst beglichen sein müssen, bevor ein weiteres Fahrzeug für den Straßenverkehr zugelassen werden kann. Die Höhe der Rückstände müsste in diesem Fall ebenso mit in die gesamten Anmeldekosten eingerechnet werden.

Welche Reihenfolge ist sinnvoll?

Die folgende Checkliste zeigt ein mögliches Szenario für das Vorgehen bei der Motorradanmeldung auf, um den Ablauf nach dem Kauf oder der Stilllegung stressfrei abzuwickeln. Einzelne Punkte können sich in Ausnahmefällen entweder zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt ergeben.

Oftmals bieten die Behörden die Möglichkeit an, vorab telefonisch oder online einen Termin zu reservieren. Dadurch können wesentlich kürzere Wartezeiten entstehen und eine Bearbeitung an dem vereinbarten Tag garantiert werden. Zusätzliche Reservierungsgebühren entstehen dadurch in der Regel nicht.

Parallel können Fahrzeughalter auch ein Wunschkennzeichen reservieren, falls das gewünscht ist. Sobald der Auftrag von dem Amt bestätigt wurde, können die Nummernschilder schon online bestellt oder bei einem regionalen Anbieter produziert werden.

Für die Bewilligung der Zulassung müssen die Besitzer eine Schutz bietende Motorradversicherung in Form der eVB-Nummer nachweisen können. Bei einer normalen Anmeldung oder Ummeldung auf einen neuen Fahrzeughalter erhält man die Versicherungsbestätigung nach Abschluss der neuen Versicherung. Ist ein Motorrad noch weniger als 18 Monate stillgelegt, ist man meist noch an der Vorversicherung gebunden, wenn man die Deckung zwischenzeitlich nicht gekündigt hat. In diesem Fall erhält man den Versicherungsnachweis von der letzten Versicherung.

Für den Termin bei der Zulassungsstelle muss der Halter dann alle vorgeschriebenen Unterlagen vorzeigen. Möchte man ein Motorrad aus dem Ausland anmelden, ist es zudem nötig, dass man das Motorrad mitbringen und dem Bediensteten vorführen muss.

Nach Prüfung der Dokumente durch den Sachbearbeiter wird ein Quittung mit den zugeteilten Kennzeichenziffern ausgestellt. Mit dem Beleg kann man dann die Motorradschilder sofort vor Ort erstellen lassen, damit die Zulassungsplakette angebracht werden kann. Sofern die Wunschkennzeichen bereits vorher reserviert und hergestellt wurden, kann man die Plakette auch direkt anbringen lassen.

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