Stellen Sie sich vor, Sie sind bei der Kfz-Zulassungsstelle und möchten Ihr Auto zulassen. Sie nennen Ihrem Sachbearbeiter die gewünschte Kennzeichenkombination. Doch Ihr Wunschkennzeichen ist bereits anderweitig vergeben. „Kein Problem, probieren wir noch die zweite Wunschkombination aus“, denken Sie sich. Doch die ist auch vergeben. So langsam tritt die Panik ein: „Welche Buchstaben und Zahlen soll ich denn jetzt noch nehmen?“ Die Wartenden hinter Ihnen drängen schon sichtlich genervt, damit sie auch endlich drankommen.

Doch es gibt Hoffnung, damit Sie nicht in eine solche Situation kommen. Wir erklären Ihnen, wie Sie am besten vorgehen, wenn Sie ein Wunschkennzeichen für Ihr Fahrzeug schon vorab prüfen und reservieren möchten.

Wie reserviert man ein Wunschkennzeichen?

Möchten Sie eine ganz bestimmte Kennzeichenkombination haben, so gibt es zwei Möglichkeiten, wie Sie vorgehen können. Zum einen ist es möglich das Wunschkennzeichen bei der An- oder Ummeldung des Fahrzeugs in der Zulassungsstelle direkt anzugeben. Der Sachbearbeiter kann in der Datenbank nachschauen, ob das gewünschte Kennzeichen noch verfügbar ist. Ist dies nicht der Fall müssen Sie sich allerdings vor Ort spontan eine Alternative überlegen oder schließlich ein Zufallskennzeichen akzeptieren.

Die empfehlenswertere Variante ist daher, vor dem Gang zur Zulassungsstelle zu überprüfen, ob Ihr Wunschkennzeichen noch verfügbar ist. Die Überprüfung und Reservierung ist online auf den Internetseiten von nahezu allen Kfz-Zulassungsstellen möglich. Hierzu müssen Sie nur die Internetseite der zuständigen Zulassungsbehörde besuchen und das gewünschte Kfz-Kennzeichen angeben. Anschließend wird online Ihr Wunschkennzeichen mit der Datenbank abgeglichen. Falls die Kennzeichenfolge noch nicht vergeben ist, können Sie die verbindliche Reservierung direkt vornehmen.

Wie lange bleibt ein Wunschkennzeichen reserviert?

Wie lange das Kennzeichen anschließend reserviert ist, kommt auf die Zulassungsstelle an. In der Regel beträgt die Zeitspanne der Reservierung zwischen 14 Tagen (z. B. in Hamburg) und 180 Tagen (z. B. in Stuttgart). Bei den meisten Zulassungsstellen ist es aber zur Not auch möglich, die Reservierung zu erneuern oder zu verlängern, falls Sie Ihr Fahrzeug in der vorgegebenen Frist nicht anmelden können. Eine solche Verlängerung ist jedoch normalerweise mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Was kostet das Reservieren von Wunschkennzeichen?

Die Kosten für ein Wunschkennzeichen sind bundeseinheitlich geregelt und betragen in allen Zulassungsstellen 10,20 Euro. Falls Sie das Kennzeichen zuvor online oder telefonisch reserviert haben, wird eine zusätzliche Gebühr von 2,60 Euro fällig. Insgesamt kostet Sie also die Kennzeichenreservierung maximal 12,80 Euro. Hinzu kommen noch die Gebühren für die Neuzulassung oder Ummeldung und die Kosten für die Autoschilder.

Kann man eine Kennzeichenreservierung übertragen?

Ob eine Übertragung der Reservierung auf eine andere Person möglich ist, ist bei den Zulassungsstellen unterschiedlich geregelt. Manche Zulassungsstellen verweisen auf ihren Internetseiten darauf, dass eine Übertragung an Dritte nicht möglich ist (z. B. Berlin-Tempelhof, Berlin-Hohenschönhausen oder Remscheid). In einigen Erfahrungsberichten ist wiederum zu lesen, dass es keine Probleme dabei gab, die Reservierung des Kennzeichens auf einen anderen Namen zu übertragen. Der Fahrzeughalter kann also auch eine andere Person werden.

Es wird allerdings empfohlen, eine Einverständniserklärung für die Verwendung der Reservierung zu erteilen. Vor dem Versuch die Reservierung zu übertragen, ist es außerdem sinnvoll, die entsprechende Zulassungsstelle vorab telefonisch zu kontaktieren und die Möglichkeiten der Übertragung abzuklären.

Kann man die Kennzeichen vom alten Fahrzeug behalten?

Die Übertragung des Kennzeichens von einem alten auf ein neues Fahrzeug ist möglich. Hierzu muss bei der Abmeldung des bisherigen Fahrzeugs das Kennzeichen für ein anderes Fahrzeug reserviert werden. Hierbei fallen erneut die Reservierungskosten an. Außerdem sollten Sie beachten, dass nach Abmeldung des alten Fahrzeugs eine Nacht vergehen muss, bevor das neue Fahrzeug angemeldet werden kann. Der Grund dafür ist, dass die Systemdaten bei den meisten Zulassungsbehörden erst am nächsten Tag aktualisiert sind. Das System erkennt also erst dann, dass die alten Kennzeichen frei sind und Sie die Schilder für Ihr neues Fahrzeug nutzen können.

eVB-Nr. beantragen und Kennzeichen zulassen

Haben Sie Ihre Wunschkennzeichen reserviert? Dann brauchen Sie nur noch die eVB-Nummer, damit Sie Ihr Auto mit den Kennzeichen zulassen können.

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