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Wollen Sie ein Kraftfahrzeug zulassen, fallen in diesem Zusammenhang verschiedene Gebühren an. Wie teuer die einzelnen direkten und indirekten Kosten sind, zeigen wir Ihnen hier in einer Übersicht auf.

Wie hoch ist die Anmeldegebühr?

Bei der Anmeldung eines Autos oder Motorrads müssen Sie die folgenden Bearbeitungsgebühren bei der Kfz-Zulassungsstelle entrichten. Die Gebühren sind gesetzlich in der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) festgelegt. Sie können allerdings je nach Zulassungsort, Behörde und Bearbeitungsaufwand von den aufgelisteten Zahlen abweichen:

  • Neuzulassung: 27,- €
  • Ummeldung eines regionalen Kennzeichens mit Halterwechsel: 16,70 €
  • Ummeldung eines auswärtigen Kennzeichens mit Halterwechsel: 27,- €
  • Ummeldung eines auswärtigen Kennzeichens ohne Halterwechsel: 16,70 €
  • Saisonkennzeichen: 27,- €
  • Kurzzeitkennzeichen: 10,20 €
  • Zuteilung eines Wunschkennzeichens: 10,20 €
  • Ausfuhrkennzeichen: 31,40 €
  • Wiederzulassung nach Außerbetriebsetzung: 11,60 €

Was kosten Kfz-Kennzeichen?

Jedes Fahrzeug, das im öffentlichen Straßenverkehr genutzt wird, braucht ein Kennzeichen. Die Schilder können Sie entweder direkt bei der Zulassungsstelle oder online im Internet bestellen. Bei der Bestellung über einen Internetanbieter müssen Sie die gewünschte Kennzeichenfolge vorab reservieren, damit sie letztendlich auch verfügbar ist. Für die Herstellung der Fahrzeugschilder über das Internet entstehen Kosten von etwa 15,- bis 30,- Euro. Die örtlichen Anbieter in Nähe der Zulassungsbehörde sind meist geringfügig teurer.

Möchten Sie ein Wunschkennzeichen reservieren, dann können Sie das bei der zuständigen Zulassungsstelle tun. Hierfür fallen je nach Anmeldeort mindestens 2,- Euro an. Bei einer längeren Reservierung bis zu 3 Monaten können zusätzlich noch Gebühren von ungefähr 10,- Euro entstehen.

Kosten für die Kfz-Versicherung

Laut gesetzlichen Regelungen müssen Sie bei der Zulassungsbehörde mindestens eine Haftpflichtversicherung für Ihr Fahrzeug vorweisen. Als Nachweis für die notwendige Absicherung brauchen Sie die eVB-Nummer. Eine Anmeldung ohne Kfz-Versicherung ist nicht möglich. Die Versicherungskosten belaufen sich je nach Fahrzeug, Tarif, Leistungsumfang und Schadenfreiheitsklasse auf etwa 200,- bis 1.200,- Euro pro Jahr.

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Vor Ihrem Besuch bei der Zulassungsstelle können Sie die Kosten für die Kfz-Versicherung online bei uns berechnen und vergleichen. Das gilt für Autos, Motorräder, Lkw und Wohnmobile. Nach dem Online-Antrag Ihres Wunschtarifs bekommen Sie direkt die eVB-Nummer für die Kfz-Zulassung.

Wenn Sie lediglich ein Kurzzeitkennzeichen anmelden möchten, dann finden Sie hier mehr Informationen zu den Kosten für Kurzzeitversicherungen.

Höhe der Kfz-Steuer

Die Kfz-Steuer wird in der Regel sofort fällig, wenn ein Wagen oder Kraftrad angemeldet wurde. Nachdem die Zulassung durchgeführt ist, wird automatisch eine Mitteilung an die Zollverwaltung geschickt. Der Zoll stellt daraufhin einen Steuerbescheid aus und schickt diesen zur Bezahlung innerhalb weniger Wochen an den Fahrzeughalter.

Die Höhe der Gebühren ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Für die Berechnung sind die folgenden Angaben ausschlaggebend:

  • Fahrzeugart (z. B. Pkw oder Motorrad)
  • Erstzulassungsdatum
  • Kraftstoffart (Benzin oder Diesel)
  • Abgas- / Schadstoffnorm (CO2-Ausstoß)
  • Hubraum (in ccm)
  • Art der Zulassung (Normal oder Saison)
  • Steuervergünstigung (z. B. bei Schwerbehinderung oder Elektrofahrzeugen)

Damit die Beiträge per Lastschriftverfahren eingezogen werden können, müssen Sie bei der Zulassungsbehörde eine gültige Bankverbindung vorlegen. Die Vorlage eines gültigen Bankkontos gehört neben den notwendigen Zulassungspapieren zu einer Grundvoraussetzung für die Kfz-Zulassung. Der festgelegte Betrag wird dann jährlich maschinell eingezogen.

Kosten der Hauptuntersuchung

Sofern ein Kraftfahrzeug vor der Kfz-Anmeldung noch keine Prüfbescheinigung hat oder die alte Prüfplakette bereits abgelaufen ist, müssen Sie bei einer staatlich anerkannten Prüfstelle die Hauptuntersuchung einschließlich der Abgasuntersuchung (kurz HU genannt) durchführen lassen. Dabei werden die Bauteile, elektronische Systeme und Funktionen auf Mängel untersucht. Zu den anerkannten Prüfstellen gehören zum Beispiel TÜV, DEKRA oder GTÜ.

Der rechtliche Turnus für die Untersuchung liegt bei Motorrädern bei 2 Jahren. Für neue Pkw muss die Prüfung frühestens 3 Jahre nach der Erstzulassung erfolgen. Danach ist sie in einem 2-Jahres-Rhythmus notwendig.

Die Kosten für die Kontrolle belaufen sich bei Autos auf bis zu 100,- Euro, können aber je nach Umfang, Bundesland und Dienstleister darunterliegen. Für Motorräder sind die Abgaben etwas geringer und betragen ungefähr 80,- Euro.

Anmeldung mit einem Zulassungsdienst

Sofern Sie einen Zulassungsdienst für die Kfz-Zulassung beauftragen möchten, fallen hierfür weitere Kosten an. Den Service gibt es bei örtlichen Anbietern bereits ab etwa 40,- bis 80,- Euro. Die Gesamtkosten für den Zulassungsdienst, einschließlich Anmeldegebühr und Kennzeichen, belaufen sich dann auf ungefähr 100,- bis 140,- Euro pro Zulassung. Ein Zulassungsdienst kann sinnvoll sein, wenn Sie selber nicht vor Ort sein können, keine Zeit haben oder keinen Stress mit der Anmeldung haben möchten. Alternativ ist auch die Zulassung von Ihrem Kfz-Händler möglich.

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