Kfz-KennzeichenKurzzeitkennzeichen Kosten
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Bei der Benutzung von Kurzzeitkennzeichen fallen unterschiedliche Kosten und Gebühren an. Interessenten müssen vor allem mit Ausgaben für den Versicherungsschutz, die Anmeldegebühren und das Prägen der Kfz-Schilder rechnen. In der Regel sind hiervon die Versicherungskosten am höchsten. Dennoch sind speziell diese Kosten unter bestimmten Voraussetzungen erstattungsfähig.

Kosten für die Versicherung

Ohne eine Versicherung ist die Zulassung eines Kurzzeitkennzeichens nicht möglich. Sie können die Versicherung für Kurzzeitkennzeichen bei einem beliebigen Anbieter abschließen. Oftmals wird die Deckung für Autos, Motorräder, Lkw, Wohnmobile oder Anhänger angeboten. Sofern Sie die Kurzzeitversicherung bei einem Anbieter beantragen, sollten Sie dann auch relativ zeitnah die eVB-Nummer für die Anmeldung bei der Zulassungsstelle bekommen.

Wie teuer einzelne Online-Anbieter etwa sind, entnehmen Sie dem folgenden Vergleich für eine kurzzeitige Versicherungsdeckung für 5 Tage innerhalb von Deutschland. Die Dauer können Sie jedoch teilweise auch verkürzen oder verlängern:

Der Schutz beinhaltet oft nur die Haftpflichtversicherung. In Ausnahmefällen können Sie aber auch den Kaskoschutz hinzukaufen.

Wann ist die Kurzzeitversicherung kostenlos?

Wenn Sie die Kurzzeitversicherung direkt bei einem deutschen Versicherungsunternehmen beantragen, sind die Kosten hierfür meist wesentlich höher. Das liegt daran, dass der Verkauf von kurzfristigen Versicherungstarifen nicht zu deren Hauptgeschäftsfeld zählt. Der Fokus liegt hier auf den längerfristigen Kfz-Versicherungen.

Dennoch kann es sich lohnen die Versicherungsbestätigung für Kurzzeitkennzeichen dort zu holen, wenn Sie das Fahrzeug nach der Überführung dauerhaft zulassen möchten. Schließen Sie eine Kfz-Versicherung ab und melden Sie dasselbe Fahrzeug innerhalb eines festgelegten Zeitraums von 2 bis 6 Wochen endgültig bei dem Straßenverkehrsamt an, erfolgt eine Übernahme der Kosten für die genutzte Kurzzeitversicherung.

Die Erstattung ist allerdings von den jeweiligen Versicherungsbedingungen und von der Schadenfreiheit abhängig. Sofern bei der Überführung ein Unfall verursacht wurde, wird der Versicherungsbeitrag fällig. Eine Verrechnung durch die Versicherung erfolgt dann nicht.

Wie hoch sind die Anmeldegebühren?

Die Gebühren für die Zulassung der Kurzzeitkennzeichen sind in der „Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr“ gesetzlich festgelegt. Die Kosten für die Zuteilung des Kurzzeitkennzeichens liegen bei 10,20 EUR. Für die Erfassung im zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) erhebt die Zulassungsbehörde zusätzlich 2,60 EUR. Damit liegen die Zulassungskosten bei insgesamt 12,80 EUR. Der Betrag muss sofort bei dem Straßenverkehrsamt im Zuge der Anmeldung entrichtet werden.

Was kosten die Schilder?

Die Kurzzeitkennzeichen können Sie direkt bei der Zulassungsstelle kaufen und prägen lassen. Hier sind die Kosten von dem Standort und Anbieter abhängig. Da es oft mehrere Kennzeichenanbieter bei der Zulassungsstelle gibt, sollten Sie pro Schilderpaar mit Preisen zwischen 15,- und 20,- EUR rechnen.

Alternative zum Kurzzeitkennzeichen

Häufig werden Kurzzeitkennzeichen für Überführungsfahrten gebraucht. Wenn Sie ein gekauftes Kraftfahrzeug abholen möchten, könnten Sie auf das Kurzzeitkennzeichen verzichten. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Sie vor der Abholung das Fahrzeug schon komplett zulassen. Das macht aber nur Sinn, wenn Sie es sowieso längerfristig fahren möchten.

Ein Problem könnte dabei sein, dass Sie die Zulassungsunterlagen noch nicht haben. Dokumente, wie der HU-Bericht, Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief, müssten Sie sich vorher von dem Verkäufer zuschicken lassen. Der Verkäufer wäre aber vermutlich nur damit einverstanden, wenn der Kaufvertrag unterschrieben ist und die Zahlung des Kaufpreises sichergestellt ist. Das wäre also individuell abzuklären.

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