Kfz-ZulassungMutter und Sohn im Auto
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Möchten Sie ein Auto innerhalb der Familie übergeben oder von einem Familienmitglied übernehmen? Der Kfz-Halterwechsel innerhalb der Familie ist jederzeit möglich. Ein klassisches Beispiel: Ein Kind hat gerade den Führerschein erworben und soll nun als Fahranfänger den Wagen der Eltern bekommen. Halterwechsel können aber auch zwischen den Lebens- und Ehepartnern oder zwischen Großeltern und Enkeln vorkommen.

Im Rahmen des Halterwechsels müssen Sie das Kraftfahrzeug bei der Kfz-Zulassungsstelle auf den neuen Halter umschreiben lassen. Welche Bedingungen, Unterlagen und Kosten mit der Ummeldung verbunden sind, erfahren Sie hier. Außerdem erklären wir Ihnen, wie Sie auf Wunsch die Schadenfreiheitsklasse ganz einfach mit übertragen können.

Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden?

Es sind nur wenige Punkte, die der neue Halter bei der Ummeldung des Fahrzeuges berücksichtigen muss. Der wesentlichste Punkt: Der neue Halter muss mit einer eVB-Nummer zum Abruf nachweisen, dass ein gültiger Versicherungsschutz besteht. Erfolgt die Ummeldung innerhalb der Familie, können Sie die Kfz-Zulassungsstelle aufsuchen, wobei Sie unbedingt die Zulassungsunterlagen vor Ort vorlegen müssen. Nehmen Sie folgende Unterlagen mit, damit die Ummeldung durchgeführt werden kann:

  • Gültiges Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis)
  • IBAN für die Zahlung der Kfz-Steuer
  • Bisherige Kennzeichen (kann der neue Halter übernehmen)
  • Ist das Auto älter als drei Jahre, muss der Nachweis der Hauptuntersuchung vorgelegt werden
  • Zulassungsbescheinigungen (Teil I und II)
  • eVB-Nummer von der neuen Versicherung – Hier beantragen!

Für die Abmeldung vom alten Fahrzeughalter sind von diesem keine Ausweisdokumente erforderlich. Lediglich der neue Halter muss sich im Zusammenhang mit der Umschreibung identifizieren.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Natürlich ist es ärgerlich, wenn Sie vor Ort sind und feststellen, dass nicht alle erforderlichen Dokumente vorgelegt werden können. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie noch weitere Unterlagen benötigen, kontaktieren Sie im Vorfeld einen Mitarbeiter der Kfz-Zulassungsstelle. Beachten Sie zudem, dass Sie folgende Voraussetzungen erfüllen müssen, wenn ein Halterwechsel innerhalb der Familie stattfinden soll:

  • Der neue Halter darf keine offenen Gebühren oder Auslagen aus zurückliegenden Kfz-Zulassungen haben
  • Es dürfen keine Zahlungsrückstände bei der Kfz-Steuer bestehen
  • Erfolgt die Zulassung durch eine andere Person, dürfen Sie die Vollmacht nicht vergessen

Ist der Halterwechsel mit Kosten verbunden?

Beachten Sie, dass eine Kfz-Umschreibung mit Gebühren verbunden ist. Die Gebühren sind bundeseinheitlich geregelt und belaufen sich auf 16,70 oder 27,- Euro. Je nachdem, ob das Fahrzeug im selben Zulassungsbezirk umgemeldet wird oder nicht. Eine Umschreibung im selben Bezirk ist günstiger. Wird hingegen ein Oldtimer umgeschrieben, können höhere Gebühren entstehen.

Des Weiteren müssen Sie, falls notwendig, auch die Kosten für ein neues Kfz-Kennzeichen bezahlen. Erfolgt hingegen die Ummeldung innerhalb oder außerhalb des Land- oder Stadtkreises, können Sie das alte Kennzeichen auch behalten.

Die einzelnen Schritte der Ummeldung

Wenn Sie alle Voraussetzungen erfüllen und auch alle notwendigen Unterlagen vorlegen können, wird in weiterer Folge der Halterwechsel in der Familie nach folgendem Ablauf durchgeführt:

  1. Fahrzeug wird identifiziert
  2. Anpassung der Zulassungsbescheinigung Teil I (früher: Fahrzeugschein)
  3. Anpassung der Zulassungsbescheinigung Teil II (früher: Fahrzeugbrief)
  4. Erhalt der erforderlichen Plaketten (Stempelplakette und Hauptuntersuchung)
  5. Übergabe der Feinstaubplakette (falls noch nicht vorhanden)
  6. Mitteilung der Kennung für das neue Kfz-Kennzeichen
  7. Anfertigung des Kennzeichens (in der Regel vor Ort möglich)
  8. Zulassungsbehörde benachrichtigt die Kfz-Versicherung über den Halterwechsel

Neue Versicherung für den neuen Halter

Im Zuge des Halterwechsels schließen die neuen Fahrzeughalter eine neue Kfz-Versicherung ab. Der Familienangehörige wird damit nicht nur neuer Halter sondern auch Versicherungsnehmer. Das ist oft sinnvoll, weil so eigene Schadenfreiheitsklassen genutzt oder angesammelt werden können.

Wenn noch keine eigenen Schadenfreiheitsklassen vorliegen, können die Schadenfreiheitsrabatte meist von einem Familienmitglied ersten Grades übernommen werden. Die Höhe der Rabatte ist davon abhängig, wie lange der neue Versicherungsnehmer bereits den Führerschein besitzt. Grob kann man sagen, dass für jedes Führerscheinjahr eine Schadenfreiheitsklasse übertragen werden kann. Die restlichen Schadenfreiheitsklassen würden entfallen.

Als neuer Fahrzeughalter können Sie über eVB-Nummer.com mehr als 50 hervorragende Autoversicherungen vergleichen. Daraus suchen Sie sich die beste heraus und bekommen bei einem Online-Antrag auch sofort die notwendige eVB-Nummer. Mit dieser Versicherungsbestätigung können Sie das Auto zulassen. Das bisher versicherte Mitglied Ihrer Familie muss die alte Versicherung nicht extra kündigen. Bei der Ummeldung informiert die Zulassungsstelle die bisherige Versicherung immer automatisch. Der alte Versicherungsvertrag wird dann abgerechnet.

eVB für den Halterwechsel »

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