Wenn Sie ein Kraftfahrzeug lediglich während eines bestimmten Jahresabschnitts fahren möchten, können Sie ein Saisonkennzeichen beantragen. Das Saisonkennzeichen ist nur während der versicherten Zeitspanne gültig und somit insgesamt günstiger als eine Ganzjahreszulassung. Die exakten Gesamtkosten sind dabei von verschiedenen Faktoren abhängig.

Höhe der Zulassungsgebühren

Die Gebühren für die Zulassung belaufen sich auf 27,- Euro. Sie werden einmalig fällig und sind zusammen mit den Zulassungsunterlagen zu überreichen. Möchten Sie den Zeitraum ändern beziehungsweise verlängern oder den Halter ummelden, fallen diese Gebühren im gleichen Umfang erneut an. Zusätzlich müssen Sie sich eine neue eVB-A holen und an die Zulassungsbehörde weiterreichen.

Mit der Anmeldung eines Saisonkennzeichens haben Sie im Vergleich zu einer Vollzulassung den Vorteil, dass Sie nicht jedes Jahr zur Zulassungsbehörde fahren müssen, um das Fahrzeug für die gewünschte Dauer wieder kostenpflichtig an- oder abzumelden. Bei der Saisonzulassung legen Sie schon vorab die jährlichen Zulassungsintervalle fest und sparen somit die behördliche Abgaben.

Die Nutzungsdauer ist gesetzlich nach § 9 Absatz 3 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) geregelt. Demnach muss die Inbetriebnahme mindestens zwei Monate und maximal elf Monate betragen. Die erlaubte Verwendung beginnt immer am Monatsanfang und läuft zum Ende der angemeldeten Monate ab.

Herstellungskosten der Schilder

Die Kosten für die Kennzeichenschilder sind vom jeweiligen Anbieter abhängig und liegen zwischen etwa 15,- und 40,- Euro für zwei Stück. Die Saisonschilder können Sie sowohl direkt bei der Anmeldung in der Nähe der Zulassungsstelle produzieren lassen oder vorab online bestellen. Die Voraussetzung für eine Online-Bestellung ist allerdings, dass Sie sich Ihr Wunschkennzeichen vorher bei der Behörde reservieren.

Kosten für die Saisonversicherung

Grundsätzlich ist der Versicherungszeitraum für die Kalkulation der Beiträge besonders wichtig. Je kürzer der Zeitabschnitt ist, desto günstiger ist auch die Versicherung. Versichern Sie beispielsweise einen Pkw für nur vier Monate im Jahr, liegen die Kosten hierfür bei etwa 4/12 des Jahresbeitrags.

Möchten Sie nach einem Kalenderjahr außerdem in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft werden, sollten Sie darauf achten, dass Sie unfallfrei fahren und mit Ihrem Saisonkennzeichen innerhalb eines Kalenderjahres mindestens sechs Monate lang versichert sind. Die Versicherungsbedingungen fordern die Mindestversicherungszeit von sechs Monaten, damit ein Vertrag weitergestuft werden kann. Läuft Ihr Versicherungsschutz kürzer als sechs Monate, verbleiben Sie stets in der alten Schadenfreiheitsklasse.

Die Preise für die Saisonversicherung müssen Sie individuell berechnen, weil die Kosten immer von vielen verschiedenen Faktoren abhängig sind. Nutzen Sie die folgenden Online-Rechner, um die Versicherungskosten zu vergleichen:

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Anteilige Kosten bei der Kfz-Steuer

Ebenso wie bei einer saisonalen Versicherung wird auch die Höhe der Steuerlast anteilig festgesetzt. Die entscheidenden Kriterien für Saisonkennzeichen sind dabei die Abgaswerte, der Hubraum, die Zulassungsdauer, sowie die Fahrzeug- und Antriebsart des Kraftfahrzeugs. Die Kfz-Steuer ist demzufolge günstiger als für eine Jahreszulassung, da nur die zugelassenen Monate bei der Steuerberechnung berücksichtigt werden.