Der Begriff „eVB zur Übermittlung“ bezeichnet ein Verfahren, von dem die Kunden nur sehr selten etwas mitbekommen, da die Nutzung des Versicherungsnachweises immer automatisiert erfolgt. Die komplette Abkürzung des Ausdrucks ist auch als „eVB-Ü“ bekannt.

Gebrauch der eVB-Ü

Voll ausgeschrieben bedeutet der Ausdruck „Elektronische Versicherungsbestätigung zur Übermittlung“. Der Versicherungsnachweis dient als Beleg dafür, dass das zugelassene Fahrzeug auch weiterhin im Straßenverkehr versichert ist.

Die eVB-Ü kommt in den meisten Fällen bei einem Kfz-Versicherungswechsel zum Tragen, sofern der Versicherungsschutz lückenlos übergeht. Wechselt der Fahrzeughalter die Versicherung, übermitteln die Versicherungsgesellschaften die eVB-Ü immer automatisch an das Kraftfahrtbundesamt und somit an die zuständige Zulassungsstelle. Sie ersetzt damit die bisherige eVB-Nummer der Vorversicherung. Der Kfz-Halter beziehungsweise der Versicherungsnehmer muss sich also nie selber um die Benachrichtigung an die Zulassungsstelle kümmern.

Wann wird die eVB-Ü erstellt und übermittelt?

Die normale eVB-Nummer benötigt man in den meisten Fällen bei einer Kfz-Zulassung oder bei der Ummeldung auf einen anderen Fahrzeughalter. Die eVB zur Übermittlung wird hingegen immer in bestimmten Situationen erzeugt.

Versicherungsgesellschaften senden die eVB-Ü an die Zulassungsstelle, wenn die folgenden Fälle eintreten:

  • Kfz-Versicherungswechsel
  • Beendigung eines Mahnverfahrens
  • Richtigstellung einer Doppelversicherung

Da die Übermittlung von der Versicherungsgesellschaft an die Zulassungsbehörde maschinell erfolgt, muss der Kunde selbst nicht tätig werden und bekommt von dem Verfahren meist nichts mit. Der Ablauf wird im Normalfall immer im Hintergrund abgewickelt.

Daten auf der eVB zur Übermittlung

Die elektronische Versicherungsbestätigung zur Übermittlung kann von der Kfz-Zulassungsstelle nur anerkannt werden, wenn die wichtigsten Angaben korrekt sind. Durch die Richtigkeit der Daten können so unter anderem Verwechslungen mit anderen Fahrzeuganmeldungen und Zwangsabmeldungen vermieden werden.

Die folgenden individuellen Werte sollten für die eVB-Ü daher möglichst zutreffend sein:

  • Fahrzeug-Identifizierungsnummer (17-stellige Zahlen-Buchstaben-Kombination)
  • Amtliches Kfz-Kennzeichen
  • Angaben zum Fahrzeughalter und Versicherungsnehmer

Sollte trotzdem mal eine falsche Angabe gemacht worden sein, kann dies der Versicherung im Nachhinein mitgeteilt werden, damit sie den Fehler an das Kraftfahrt-Bundesamt übertragen und auch bei der Zulassungsstelle beheben kann.

Fehlerhafte Personen- oder Fahrzeugdaten

Sofern man als Versicherungskunde verkehrte Daten angegeben oder einzelne Ziffern versehentlich vertauscht hat, sollte man die korrekten Zahlen möglichst schnell bei der Versicherung nachreichen. Im schlimmsten Fall kann der Fahrzeughalter von der Zulassungsstelle nicht zugeordnet werden.

Anhand der fehlenden Zuordnung geht die Zulassungsbehörde davon aus, dass das bisher versicherte Kraftfahrzeug keinen Versicherungsschutz mehr hat und das Kraftfahrzeugamt ist verpflichtet eine Mahnung an den Halter zu versenden, damit dieser den Nachweis einer bestehenden Kfz-Versicherung erbringen kann. Die Mahnung kann mit zusätzlichen Kosten verbunden sein.

Das Mahnschreiben wird meist nach Ablauf von 1 bis 2 Wochen rausgeschickt, nachdem die korrekte eVB-Ü hätte übermittelt werden sollen. Kommt man dem Aufruf nicht nach, kann es im ungünstigen Fall zu einer Entfernung der Kennzeichenplakette und somit zu einer Zwangsstilllegung kommen. Bei einer solchen Stilllegung entstehen dann oft noch weitere Kosten und Aufwendungen für den Fahrzeughalter.

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